Externe Seminare – Raum für tiefere Reflexionen

Köln–Zündorf, 24. August 2010 – Die Scham sich vor Kollegen unwiderruflich bloß zu stellen, die Angst sich durch eine persönliche Mitteilung für immer dem Spott von Kollegen auszuliefern, sind ein Kennzeichen vieler firmeninterner Seminare. Ein Seminarleiter kann eigentlich nur eines dagegen tun: im Allgemeinen bleiben. Wirklich persönlich betreffende Fragestellungen bleiben in diesen Seminaren außen vor, das was im Untergrund schmort, muss weiter schmoren bis eine Sicherung durchbrennt.

Die Situation folgt der Psychologik eines Treffens von zwei „befreundeten“ Paaren. Jeder weiß, für welche Aussagen er anschließend zu Hause vom Partner getadelt werden wird, unterlässt sie und bleibt im Oberflächlichen. Wenn dagegen zwei Freunde oder Freundinnen miteinander unter vier Augen über ihre Partner reden, wird richtig vom Leder gezogen und Frust abgelassen. Das tut gut, führt aber meistens nicht zu einer Lösung Bei einem Coaching kann man sich ebenfalls offenlegen. Dort sollte aber die Lösung im Vordergrund stehen.

Um wirklich offen sprechen und dabei die Dinge tiefer reflektieren zu können, hilft meistens ein Stück Distanz und Anonymität. Mit Menschen, die man voraussichtlich nie wieder sieht, mit denen man zumindest im Alltag keine Berührung hat, lässt sich über heikle Themen oft in einer ganz anderen Offenheit und Klarheit reden, als mit den Menschen im engeren Umfeld. Fremde können oft auch klarer, frei vom Gruppenzwang einer Familie oder Firma und gegebenenfalls auch schonungsloser Feedback geben und Lösungsvorschläge unterbreiten. Klare Lösungen für persönliches Unwohlsein, plant man meistens nicht öffentlich in der Familie oder in der eigenen Abteilung. Das braucht Abstand und die Neutralität externer Gesprächspartner.

In den externen dreitägigen Seminarangeboten von Dr. Winfried Prost werden nicht nur beispielhaft die Hintergrundstrukturen von Personen, Situationen oder Problemen analysiert und besprochen, der Seminarleiter nimmt sich auch für jeden einzelnen Teilnehmer der ohnehin schon kleinen Gruppen von maximal acht Teilnehmern je zwei Mal 30 Minuten Zeit zum persönlichen Gespräch. Dabei versucht er herauszuarbeiten, was in seinem Gesprächspartner wirklich rumort und mit ihm im geschützten Rahmen genau darüber ein lösungsorientiertes „Gespräch unter Erwachsenen“ zu führen.